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Interview mit Richter Alexander Neumann

Interview mit Richter Alexander Neumann

Sehr geehrte Leser, heute haben wir einen sehr interessanten Menschen zum Interview getroffen: Alexander Neumann, Richter am OGH wurde vom „blah“-Reporter U. Bednarz interviewt.

BLAH: Wie bewerten sie persönlich den Anschlag auf Frau Berger? Erwarten sie daraus Konsequenzen oder fühlen sie sich persönlich als Repräsentant des Staates bedroht?

Neumann: Zum einen bin ich natürlich erschüttert über den Tod von Frau Berger. Frau Berger war eine schillernde Persönlichkeit in der politischen Szene unseres Landes. Ihr Tod ist für diese sicherlich ein großer Verlust. Über Konsequenzen zum gegebenen Zeitpunkt zu urteilen, steht mir sicherlich nicht zu, zumal ich nicht mit den vollen Details des Falles vertraut bin. Als Jurist hüte ich mich daher immer vor vorschnellen Reaktionen, wenn ich die genauen Einzelheiten nicht kenne. Zur Frage, ob ich mich bedroht fühle, möchte ich mit einem klaren "Nein" antworten. Als Person in der Öffentlichkeit muss man mit einem erhöhten Sicherheitsrisiko für die eigene Person rechnen und in Kauf nehmen, wenn man eine öffentliche Position ausführen will. Wenn man so lange Jurist ist, wie ich es bin, dann weiß man irgendwann, dass man zum einen "behütet genug" ist und zum anderen in jeder öffentlichen Position in der Justiz eigentlich mit einem höheren Sicherheitsrisiko für die eigene Person zu leben hat. Das gilt für einen Staatsanwalt in Papyrie wie auch für einen Richter am Obersten Gerichtshof.

BLAH: Wie weit sind ihre Ermittlungen im Fall Berger?

Neumann: Zum Stand der Ermittlungen: das müssen Sie die Staatsanwaltschaft fragen.

BLAH: Wie stellt sich ihre Arbeit am OGH da?

Neumann: Die Arbeit am Obersten Gerichtshof ist eine sehr verantwortungsvolle Arbeit. Man hat eine weitreichende juristische Verantwortung, weil der OGH die höchste Instanz innerhalb der dionyschen Judikative ist. Es ist manchmal sehr befremdend für mich, welche menschlichen Abgründe sich im Verhalten bestimmter Personen innerhalb des Gerichtssaales hervortut, aber dennoch bin ich Jurist mit Leib und Seele.

BLAH: Haben sie Spaß an ihrer Arbeit? Was fasziniert sie daran?

Neumann: Mich fasziniert es zum einen, für Recht und Ordnung sorgen zu können und die rechtliche Grundordnung unserer Republik zu schützen und zum anderen, juristische Streitigkeiten zu lösen, meistens leider zum Nachteil einer Partei. Aber so ist nun einmal das "High Court Business". *schmunzel* Ich bin Jurist aus vollem Herzen und deshalb bin ich für meinen Job Feuer und Flamme.

BLAH: Was könnte aus ihrer Sicht am OGH verbessert werden?

Neumann: Hinsichtlich des Obersten Gerichtshofes als Institution selbst kann nur die personelle Situation verbessert werden. Konkret heißt das, dass ein zweiter Richter am OGH vorteilhaft wäre. Ansonsten muss der Staat an den Gesetzen selbst feilen, die die Grundlage für unsere Arbeit bilden, gerade am Straf- und Strafprozessrecht.

BLAH: Alexander Neumann privat - was machen sie jenseits von Robe, Hammer und Glöckchen?

Neumann: Wenn Sie wissen möchten, was ich in meiner Freizeit mache, dann kann ich eigentlich nur fragen: welche Freizeit ? Wenn ich allerdings mal nicht in meiner Robe stecke, dann lese ich gern, jogge ein wenig, treffe mich mit Freunden oder spiele ein wenig Jazz auf meinem Saxophon. Am Wochenende gehe ich gerne segeln oder fahre einfach nur ans Meer, um zu relaxen.

BLAH: Herr Neumann, ich danke für das Interview (ub)

BLAH meint: Hoffentlich kommen auch mal Urteile!

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